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27.05.2019
Aventinus Gymnasium, Klassenfahrt nach Fumel vom 24. April bis 07. Mai 2019
31 Aventiner in Fumel!
Wie alle zwei Jahre fuhren 31 Schüler – 27 Mädchen und 4 Buben – sowie zwei Lehrer des Aventinus-Gymnasiums am 24. April für 14 Tage mit dem Bus nach Frankreich in die Partnerstadt Fumel. Auf der Hinreise besuchte die Gruppe einige touristische Höhepunkte Frankreichs, wie z.B. den Pont du Gard, ein römischer Aquädukt bei Avignon, der auch auf dem 5€-Schein abgebildet ist, das Théâtre antique in Orange, den Papstpalast in Avignon und Les Baux-de-Provence, eine mittelalterliche Burgruine und einer der schönsten Orte Frankreichs. Die Wochenenden standen im Zeichen der Eingewöhnung in die französische Gastfamilie. Im Laufe der Woche nahmen sie an einigen Unterrichtsstunden teil und besuchten mit ihren Austauschpartnern Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel das 2017 eröffnete Museum der prähistorischen Höhle von Lascaux bei Montignac, das Château de Bonaguil – gewissermaßen das Wahrzeichen von Fumel, die hübsche Bastide Montpazier und die Dune du Pilat bei Arcachon am Atlantik, mit gut 100 Metern die höchste Düne der Welt, wo einige Mutige auch im Atlantik badeten. Außerdem wurden die Schüler in der Mairie – dem Rathaus! –  freundlich empfangen. Am 7. Mai kamen sie nach staureicher Fahrt mit vielen Erinnerungen an Frankreich im Gepäck und um viele Erfahrungen reicher wieder in Burghausen an. Wie jedes Jahr wurde die Schülerreise vom Burghauser Städtepartnerschaftsverein und vom Deutsch-Französischen Jugendwerk großzügig unterstützt.


AVG Schüler mit Austauschpartnern vor der Marie de Fumel

Bericht: AVG Sarah Lipp (9c), Carla Manger (10a)
Foto:  Helmut Fabian
(Weitere Fotos siehe Rubrik Fumel / Bilder)

01. Okt. 2018

Bonjour Fumel, bonjour nos amis! (31.08. – 09.09.2018)
36 Mitglieder des Städtepartnerschaftsvereins Burghausen auf großer Frankreich-Fahrt

BURGHAUSEN. Wer hat einen Reiseleiter, Busfahrer, Leiter einer Arbeitsgemeinschaft und Stadtrat? Natürlich der Städtepartnerschaftsverein Burghausen mit Helmut Fabian, der alle diese Funktionen innehat und auf äußerst kompetente, engagierte und mit immer guter Laune ausübt. So hatte er in seiner Funktion als Leiter der Arbeitsgruppe Fumel heuer eine Reiseroute geplant, die auf der Hinreise mit drei (!) Übernachtungen nach Fumel führte.

Am Freitag, 31. August, ging es noch ziemlich verschlafen um 3.30 Uhr beim Betriebsgelände Brodschelm los, natürlich mit unserem „Burghausen“-Bus, der auf der Reise des Öfteren bestaunt wurde. Die erste Station unserer „Lehrfahrt“ war Speyer mit kurzem Besichtigungsspaziergang, danach zügige Weiterfahrt nach Verdun zum Fort Douaumont. Hier erhielt die Gruppe bei einer Führung anschauliche Informationen über die Grauen der damaligen Zeit – genau vor 100 Jahren. Kein Mensch wünscht sich heute mehr dieses Grauen und diese Unsinnigkeit eines Krieges. Danach wurde das Beinhaus – allerdings nur von außen – besichtigt.

In Reims wartete schon ein reichliches Abendessen mit dem ersten Schluck französischem Wein und es wurde nur eine kurze Schlafpause eingelegt, denn am nächsten Morgen stand schon früh eine Führung im Dom auf der Tagesordnung. Danach wartete schon der Bus zur Weiterfahrt nach Compiegne. Hier wurde der Salonwagen von Marschall Foch besucht. Erwartungsvoll schaute am Ende des zweiten Tages jeder aus dem Busfenster, denn in der Abendsonne erschien in der Ferne die Silhouette von Mont-Saint-Michel. Mont-Saint-Michel, eine der touristischen Sehenswürdigkeiten in Frankreich, ist ein bei Flut von Wasser umgebenen Fels mit Städtchen und Klosterruine. Bei Ebbe zieht sich das Wasser so weit zurück, dass man den Felsen zu Fuß erreichen könnte. Nach der Übernachtung im Hotel Gabriel brachte der Shuttlebus die Teilnehmer zum Fuß des Felsens, wo bereits die Führerin wartete. Früh am Morgen waren außer den Burghausern kaum Touristen da, was eine Führung durch die engen Gassen äußerst angenehm machte. Trotzdem war auf den vielen Treppenstufen der ein oder andere Schnaufer zu hören. Nach der Führung konnte sich jeder selbständig die Klosterruine ansehen. Mittags führte die Fahrt durch eine wunderschöne Landschaft bis in das direkt am Meer gelegene Städtchen La Rochelle. Hier machten sich nach dem Abendessen noch einige Unermüdliche auf Besichtigungstour, als sich die Anderen bereits müde in die Betten begaben.

Die Reiseroute führte dann weiter nach Arcachon, wo die Düne von Pilat besucht und bestiegen wurde. Einige Mutige sind auf der Rückseite der Düne abgestiegen und haben ein erfrischendes Bad im Meer genossen. Nach einem gemeinsamen „Pique Nique“ ging es zum Ziel der Reise, nach Fumel. Dort wurden wir bereits freudig von den vielen Freunden und Bekannten, aber auch von einigen Bürgermeistern der Städte der Agglomeration begrüßt. Die Unterbringung erfolgte im Centre d’Accueille und nach einem ausgedehnten Abendessen freute man sich auf gemeinsame Tage.

Alle, die es noch nicht kannten, bestiegen am nächsten Vormittag das Chateau Bonaguil. Die Burgruine in der Umgebung von Fumel ist in den letzten Jahren hergerichtete worden und gibt nun einen interessanten Einblick in das Leben und Arbeiten im Mittelalter. Nach dem Mittagessen machte man sich auf zur ersten Weinprobe bei Familie Soturac. Rot, rosé oder weiß, alle Weinsorten wurden probiert und beurteilt. Bei Ausflügen zu den hübschen Städtchen Nérac, Condom und Larresingle und der Besichtigung einer Armagnac Destillation verging fast der ganze Tag und nach kurzer Erholungspause ging es zum Abendessen in eins der von Martine Longuet bestens ausgesuchten Lokale in der Umgebung. Auf den Donnerstag freuten sich besonders die Frauen, denn der Markt von Libos war in der Vergangenheit immer ein Highlight. Heuer fiel er allerdings etwas kleiner aus, aber das ein oder andere Mitbringsel oder eine Spezialität der Region wurde erstanden. Nach dem mittäglichen Picknick wurde nach Cahors angestrebt. Dort wartete bereits die kleine Bimmelbahn für eine Stadtrundfahrt durch die Altstadt von Cahors, die zurzeit an allen Ecken und Enden hergerichtet und renoviert wird. Doch das Städtchen ist es wert, noch einmal besucht zu werden, um auf eigene Faust die Schönheiten zu „erlaufen“. Bei der Heimkehr warteten bereits ein geschmückter Vorhof und eine Band bei der Probe, denn abends stand bereits der Abschiedsabend an. Mit einem herrlichen Abendessen, mit Musik und Tanz wurden alte Freundschaften erneuert und neue Freundschaften geknüpft. Das Versprechen der Fumeler, im nächsten Jahr nach Burghausen zukommen, wurde freudig vernommen und bis lange nach Mitternacht hörten Schlafwillige noch leise Musik und Gespräche.

Aber der Abschiedsabend wurde schon am Donnerstag durchgeführt, das heißt, dass die Gruppe noch einen weiteren Tag in Fumel verbringen durfte. Das Programm sah hier noch ein ganz besonders Zuckerl vor, das Helmut Fabian für seine Mitreisenden ausgewählt hatte: Die Besichtigung der Höhle Lascaux 4, die Kopie einer Höhle, die 1940 durch Zufall von vier Jungen gefunden wurde. Die Original-Höhle musste nach vielen Jahren geschlossen werden, um die schönen Wandmalereien nicht durch Besichtigungsgruppen und Umwelteinflüsse zu zerstören. Daher wurde die Höhle 1:1 kopiert und nachgebaut und in einem imponierenden, leicht futuristisch wirkenden Gebäude untergebracht. Die Burghauser konnten bei einer Führung durch die Französin Maria-Pia alles auf eine lockere und lustige Weise erfahren. Am Nachmittag gab es noch einen Abstecher nach Salat/Dordogne, eine alte Stadt im Stil der damaligen Zeit mit einer schönen Kirche.

Gegen Abend wurden die Burghauser von den Bürgermeistern und einigen Stadträten zu einem Aperitif ins Schloss von Fumel eingeladen. In dem Schloss befindet sich jetzt das Rathaus, das eine wunderschöne Terrasse mit Blick auf Fumel und die Umgebung hat. Hier wurden die Gastgeschenke ausgetauscht, Helmut Fabian überbrachte die Grüße unserer Bürgermeister und stellte die Stadträte in der deutschen Delegation, Dagmar Wasserrab, Gerfried Schmidt-Thrö und sich selbst vor. Der eine oder andere Bürgermeister oder Stadtrat überlegte, eventuell im kommenden Jahr mit nach Burghausen zu kommen. Sie würden hier herzlich empfangen!
Die Abreise naht: Noch einmal stehen einige Fumeler zur Verabschiedung im Innenhof von Centre D’Accueille und erst nach vielen Umarmungen, vielen Baisons links und rechts konnte die Heimreise angetreten werden. Durch das Zentralmassiv wurde zügig, nur mit kleinen Pausen, bis nach Besancon durchgefahren. Ein letztes französisches Essen, ein letztes Glas französischen Wein und bei Musik vom nahegelegenen Park war das Einschlafen ganz leicht. Über Freiburg, Stuttgart und München brachte Busfahrer Franz alle heil und sicher nach Burghausen.

4.460 Kilometer in 10 Tagen – das ist fast schon rekordverdächtig. Es wurde viel gesehen, es wurde viel gelernt, es war eine tolle Gemeinschaft in der Gruppe, Franz war ein super Busfahrer und Helmut war ein super Busfahrer, Reiseleiter und Chef der AG Fumel!

Bericht            Dagmar Wasserrab
Foto                SPV

25. Sep. 2018  /  27. Aug. 2018

Praktikantin Fanny Rigal verabschiedet
Junge Französin schnuppert 8 Wochen Burghauser Arbeitsluft

Mademoiselle Fanny Rigal, 20 Jahre jung, aus Fumel verbrachte arbeitsreiche Wochen in Burghausen. Unter anderem machte die junge Französin ein Praktikum im Jugendbüro der Stadt Burghausen sowie in der Burghauser Stadtbibliothek und der Touristik GmbH am Stadtplatz. Sie studiert in Limoges Deutsch, Englisch und Italienisch. Studienaufenthalte führte sie schon in die USA, nach Schottland und Italien. Für Fanny Rigal ist Burghausen jedoch kein Neuland, sie war bereits 2009 und 2011 als Austauschschülerin in Burghausen.

Der Grund für das Praktikum in Burghausen war nach Fannys Aussage die Vertiefung der Deutschen Sprache. Bürgermeister Costes von Fumel und die Referentin der unserer französischen Partnerstadt Fumel, Martine Longuet, baten Helmut Fabian, Leiter der AG Fumel des Städtepartnerschaftsvereins, im Mai um Vermittlung einer Praktikantenstelle in der Salzachstadt.

Während ihres achtwöchigen Aufenthalts in Burghausen wohnte Fanny bei Helmut Fabian und seiner Gattin. Mit dem Ehepaar Fabian hat Fanny auch diverse Ausflüge ins Wackerbad, Radltouren ins Umland und Touren in die Berchtesgadener Berge unternommen. Außerdem besuchte Fanny die „nahen“ Städte München und Salzburg. Ebenso war sie bei Feierlichkeiten des Partnerschaftsvereins anwesend.

Fanny Rigal bedankte sich persönlich bei Erstem Bürgermeister Hans Steindl für die tollen Praktikumsstellen und die vielschichten Erfahrungen, die sie in Burghausen sammeln durfte. Als kleines Andenken überreichte ihr das Stadtoberhaupt noch einen Waldrapp aus Glas, eines der vielen einmaligen Wahrzeichen Burghausens.

v.l. Erster Bürgermeister Hans Steindl, Fanny Rigal, Helmut Fabian, Leiter der AG Fumel im Städtepartnerschaftverein

Bericht und Foto         Alexandra Königseder