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04. November 2019

Deftig bayerische Kost für liebe Freunde aus Fumel
Gäste aus  der französischen Partnerstadt erlebten Goaßlschnalzer in Burghausen und das  Oktoberfest in München

Burghausen. Mit 27 Personen, darunter drei Bürgermeistern und 13 Gästen, die das erste Mal nach Burghausen kamen, besuchte eine Gruppe der  französischen Partnerstadt Fumel  für fünf Tage die Salzachstadt. Die Gäste wurden  im Haus der Begegnung untergebracht. Der Empfang war nach bayrischer Art mit Blasmusik, Goaßlschnalzern und  bayrischem Bufett, damit sich die  Freunde aus Frankreich   einstimmen konnten. Viele Mitglieder der Städtepartnerschaft waren anwesend und man genoss einen freundschaftlichen Abend bei bayerischem Bier und Rotwein aus Fumel.  Am Tag nach dem Begrüßungsabend  folgte eine Brauereibesichtigung in Salzburg.  Nach einem ausgiebigen Mittagessen und Freibier im Bräu-Stüberl ging es weiter ins Salzkammergut mit Schifffahrt und Aufenthalt in St. Wolfgang.

Am  nächsten Tag  war  am frühen Morgen ein Spaziergang durch die  Grüben zum Bürgermeisteramt mit Empfang bei Hans Steindl angesagt, der kurz Burghausen vorstellte.  Nach gut einer Stunde wurde dann mit einem Glas Sekt auf die 44-jährige Verbundenheit zwischen Fumel und Burghausen angestoßen.  Ein langgehegter Wunsch der  französischen Freunde ging danach in Erfüllung, ein Besuch auf dem Oktoberfest. Mit dem Bus wurde München angesteuert und im Festzelt der Ochsenbraterei verlebte die Gruppe bei Bier und bayrischen Schmankerln gesellige Stunden.

Am vierten Tag ihres Aufenthaltes besuchten  die  Gäste Regensburg.  Am Abend dann war der Abschiedsabend im Pfarrheim St. Konrad angesagt. Bereits am Nachmittag waren zahlreiche  Helfer des Städtepartnerschaftsverein unter Leitung von Anni Meißner damit beschäftigt den Saal im Pfarrheim mit bayrischen und französischen Fahnen, Tischdecken und Girlanden auszuschmücken. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Big-Band des Aventinus-Gymnasium unter  Leitung von Werner Thalmeir.

Am Sonntag ließ man es dann etwas ruhiger angehen.  Es ging zur Burgbesichtigung. Natürlich darf nach französischer Tradition auch ein Aperitif nicht fehlen. Dazu ging es nach der Burgführung wieder ins Pfarrheim St. Konrad, wo wiederum zahlreiche Helfer des SPV unter der Leitung von Katrin Balzer dies arrangierten. Zur Mittagszeit wurde mit dem Bus nach Bad Reichenhall gefahren wo die Gruppe mit der Kabinenbahn auf den Predigtstuhl hinauffuhr.

Der letzte Abend war nochmals gekennzeichnet mit dem Abendessen und geselligem Beisammen sein im Haus der Begegnung. Es gibt auch ein Wiedersehen: Eine Burghauser Bürgergruppe wird  nächstes Jahr in die  Partnerstadt Fumel  fahren.

Bürgermeisterempfang im Rathaus: (v.l.) EricGrasset Bgm von Codezeydues; Jan Pierre Mouly 2. Bgm von Fumel; Daniel Borie Bgm von Saint-Vite; Gastgeber 1. Bgm Hans Steindl; Martine Longuet, Präsidetin Association; Helmut Fabian, Referent für Fumel; Petra Kullnick

Bericht:          Burghauser Anzeiger
Foto                Verein

17. Oktober 2017

Pétanque-Turnier: Bairisch-Französisches Team holt Titel
Rekordbeteiligung beim heurigen Turnier

Beim 22. Burghauser Pétanque Turnier am vergangenen Samstag zeigte sich, dass Bayern und Franzosen gemeinsam erfolgreich sind: Der Burghauser Norbert Schwanke und der aus Frankreich stammende Münchner Bernard Christoph holten sich als Team „die Kämpfer“ den Titel. In einem packenden Finale machten sie ihrem Teamnamen alle Ehre und gewannen schließlich gegen das Team HARO, Hans Gonschewski aus Burghausen und Rolf Meurer aus Ering. Den dritten Platz sicherten sich die „Pocking Park Bouler“, Alfred Metter und Walter Reschenhofer.

Nicht weniger spannend war es im B-Turnier. Dort ermitteln die in der Vorrunde weniger erfolgreichen Teams ihren Gewinner. Das Burghauser Team „Sonnenschein“ (welch passender Name für diesen Tag), Christian Lindenmayer und Herbert Wimmer, gewannen das kleine Finale gegen „Inzell“, Gerhard und Moritz Spannring.

Das Organisationsteam des Burghauser Städtepartnerschaftsvereins um Bernhard Kaes durfte sich über eine Rekordteilnahme freuen. „20 Teams hatten wir noch nie“. Ein weiterer Grund zur Freude waren die beiden jungen Teilnehmer vom SV Freilassing. Moritz Spannring, der jüngste, schaffte es sogar bis ins Finale des B-Turniers. Pétanque – ein Sport für jedes Alter!

Der Dank gilt auch den fleißigen Helfern des Bauhofs, die den Messeplatz frisch vorbereitet hatten.

Die Finalisten vor dem Start. v.l. Rolf Meurer, Hans Gonschewski, Norbert Schwanke, Bernard Christoph

Spiel 3. Platz, „Es kommt auf jeden Zentimeter an“: v.l. Walter Reschenhofer, Alfred Metter, Peter Haderer, Karl Lanzl

Bericht und Fotos             Hans Koller
Weitere Fotos siehe Rubrik Bilder

29. August 2019
Artikel im Burghauser Anzeiger / PNP vom 20. August 2019

Die Bande zu Fumel sind alt und fest 
Die vier Partnerstädte von Burghausen: Heute Fumel in Südfrankreich

Burghausen.  Mit Fumel verbindet Burghausen die älteste Städtepartnerschaft. Sie wurde bereits im Jahr 1975 geschlossen, einer ihrer damaligen Wegbereiter war der verstorbene Altbürgermeister Fritz Harrer in seiner vorhergehenden Tätigkeit als Landtagsabgeordneter.  Fumel ist auch die einzige Partnerstadt, die wie Burghausen  einen eigenen Verein  für die Kontaktpflege hat. In den anderen Städten  erfolgt die Arbeit über das Rathaus, wie es  auch  vor der Vereinsgründung vor 20 Jahren an der Salzach gängige Praxis war.

„Ich bin  zu der Referententätigkeit  gekommen wie die Jungfrau zum Kind“, sagt Helmut Fabian.  Der Städtepartnerschaftsverein brauchte im Jahr 2016  dringend einen, der sich um die Verbindung mit Fumel kümmerte.  Fabian  wurde vom Verein in die Pflicht genommen, als sein Vorgänger Hans Koller nach zwei Jahren das Amt zur Verfügung stellte, weil ihm die Arbeit zu viel geworden war.  Fabian hatte zwar durchaus ähnliche Bedenken.  Doch er wusste, dass er ein Jahr später in Ruhestand gehen und  dann mehr Zeit haben würde.

Die Wahl war für den Verein auch deshalb auf Helmut Fabian gefallen, weil  er  einmal schon lange Mitglied  und zum anderen ein profunder Kenner Südfrankreichs ist.  Als Busfahrer hat er  im Lauf seines Lebens unzählige Fahrten dorthin unternommen, kennt Städte und Sehenswürdigkeiten  wie kaum ein anderer Burghauser.  Darüber hinaus ist der Helmut  bei  den Burghausern  aufgrund seiner umsichtigen Art und als exzellenter Reiseführer  geschätzt und beliebt.

Die Partnerschaft mit Fumel  wurde geboren im Geist der  Völkerverständigung, den Deutschland und Frankreich nach dem Krieg  entwickelt haben.  Nach der Vereinsgründung kümmerte sich Fritz Harrer um die Bande mit Fumel, nach ihm der langjährige  2016 verstorbene Vorsitzende Uwe Kersten.

Die Stärke der Verbindung mit Fumel sieht Helmut Fabian  in dem langen Bestehen dieser Partnerschaft. Denn  im Laufe dieser Zeit  haben sich ganz viele persönliche Freundschaften gebildet,  dank denen ein solides Fundament entstanden ist.  Und  auch die Association – der Verein in Frankreich  – mit Vorsitzender Martine Longuet ist ein wichtiger Faktor, zumal Longuet eine der wenigen ist, die Deutsch spricht.

Fumel hat   schwierige Zeiten hinter sich.  Die Stadt selbst hat lediglich um die 7000 Einwohner,  zählt nach der Zusammenlegung von fünf Gemeinden    zur Agglomeration   18 000 Menschen und ist mit der Größe Burghausens vergleichbar.  Der Wegfall von 4000 Arbeitsplätzen nach Schließung  des Eisengusswerks war  für die ganze Region schwer zu verkraften. Außerdem machte eine Parkettfabrik dicht.  Erst in jüngster Zeit gibt es wieder Bewegung.   Gewerbe siedelt sich an, so etwa eine Joghurtfirma.    Unterm Strich ist die Arbeitslosigkeit aber deutlich höher als  in Burghausen, noch immer wandern viele Junge  ab in die größeren Städte.

Die Franzosen haben nach Einschätzung von Helmut Fabian aber uns Deutschen auch etwas voraus – bei allen Sorgen bleiben sie gelassener und  nehmen sich die Muße, das Leben auch zu genießen. Auch wenn es klischeehaft klingen mag, sagt Fabian: „Es ist schon etwas von der Leichtigkeit zu spüren, die den südlichen Ländern gern bescheinigt wird.“ Zu den um Fumel hergestellten  Gaumenfreuden zählen insbesondere  der Merlot-Rotwein und eingelegte Pflaumen.

Was die Stadtpolitik betrifft, gibt es Ähnlichkeiten mit Burghausen. Während etwa im italienischen Sulmona  der Bürgermeister häufig wechselt, ist  Jean Louis Costes  bereits seit 2001 im Amt. Er gilt als Freund der Städtepartnerschaft.

An eine gute Zukunft der  Zusammenarbeit mit Fumel glaubt Helmut Fabian nicht nur deshalb, sondern auch aufgrund   der Eindrücke bei seinem Antrittsbesuch in Begleitung  von Bartl Lehrhuber und  Fred Starflinger.  Zunächst blickten sie in bange Gesichter. Dahinter stand die Befürchtung, Burghausen wolle  vielleicht die Kontakte reduzieren.  Als die Burghauser Troika dann kundtat, ganz im Gegenteil die Partnerschaft weiter in vollem Umfang pflegen zu wollen,  gab es ein großes Aufatmen.

Der Schüleraustausch des dortigen Lycée mit dem Aventinus-Gymnasium läuft gut. Schon 1979 waren  Gruber-Schüler mit ihrem damaligen Rektor Max Hingerl nach Fumel gefahren.  Die Sprache konnten sie nicht, aber das war zweitrangig. Und heute weichen die Schüler auch auf Englisch aus, wenn sie sich unterhalten.

Kontakt mit  Fumeler Bürgern können die Burghauser wieder  von 2. Oktober an pflegen, wenn  eine Bürgergruppe mit  drei Bürgermeistern an der Salzach erwartet wird.  Und Helmut Fabian wird wegen des riesigen Interesses die Bürgerfahrt von 2018   im nächsten Jahr erneut anbieten, vermutlich Ende August.


Helmut Fabian, bei der Übermittlung von Grußworten, und die Vereinsvorsitzende
des französischen Partnerdschaftsvereins, Martine Longuet, verstanden sich auf Anhieb gut, als sie beim Empang der Burghauser Reisetruppe in Fumel im fahr 2016 erstmals offiziell beide Staädte vertraten.


Teilansicht auf Fumel vom Schloßpark mit der Silhouette der Stadtparrkirche Elise Notre Dame. Die Stadtpfarrkirche ist der markanteste Bau in der französischen Partnerstadt. Die eigentliche Stadt ist mit 7.000 Einwohnern deutlich kleiner als Burghausen, aufgrund der Eingemeindungen zählen aber 18.000 Menschen zum Stadtgebiet.

Bericht            Rainer Wetzel / PNP
Fotos:              Bartl Lehrhuber

 

07. August 2019
Programm Fumel 02.Oktober bis 07. Oktober 2019,  Besuch in Burghausen

Mittwoch 02. Oktober:
18.00 Uhr: Ankunft unserer franz. Freunde aus Fumel
Empfang: SPV und Lindacher Blasmusik
Abendessen: Haus d. Begegnung: Bayrisches Buffet

Donnerstag 03. Oktober:
Ausflug Salzburg/Salzkammergut
Frühstück: Haus d. Begegnung
10.00 Uhr: Brauereibesichtigung Stieglbräu Salzburg
12.00 Uhr: Mittagessen Bräustüberl – Stieglbräu
13.30 Uhr: Abfahrt nach St. Gilgen
14.45 Uhr – 15.45 Uhr:  Schiffahrt St. Gilgen – St. Wolfgang
17.00 Uhr: Abfahrt nach Pietling zum Gasthof Gruber
19.00 Uhr: Abendessen Gasthof Gruber

Freitag 04. Oktober:
Besuch Rathaus BGH; Ausflug Oktoberfest
Frühstück: Haus d. Begegnung
08.00 Uhr: Empfang Bürgermeister Steindl
09.30 Uhr: Abfahrt mit Bus nach München Oktoberfest
11.30 Uhr – 16.00 Uhr: Aufenthalt Oktoberfest
12.00 Uhr: Reservierung „Festzelt Ochsenbraterei“
16.30 Uhr: Abfahrt nach Hohenwart – Gasthaus Schwarz
18.30 Uhr: Abendessen Gasthaus Schwarz

Samstag 05. Oktober:
Ausflug Regensburg
Frühstück: Haus d. Begegnung
10.15 Uhr – 11.45 Uhr Stadtführung Regensburg (franz. Sprache)
12.00 Uhr: Mittagessen Hacker-Pschorr Regensburg (Altstadt)
16.00 Uhr: Abfahrt nach Burghausen
19.00 Uhr: Abendessen u. Abschiedsabend Pfarrheim St. Konrad

Sonntag 06. Oktober:
Burgführung/Ausflug Bad Reichenhall
Frühstück: Haus d. Begegnung
09.30 Uhr: Burgführung Burghausen
11.15 Uhr: Abfahrt nach Bad Reichenhall
13.00 Uhr: Auffahrt zum Predigtstuhl
13.30 Uhr: Mittagessen Bergalm Schlegelmulde
17.00 Uhr: Abfahrt von Talstation nach Burghausen
19.00 Uhr: Abendessen Haus der Begegnung

Montag 07. Oktober:
09.00 Uhr: Abreise unserer französischen Freunde

Salutation et bonjour
Fabian Helmut
Städtepartnerschaftsverein Burghausen
Referent Fumel

PS
Alle Mitglieder des SPV und interessierte Bürger sind herzlichst eingeladen, an den geplanten Ausflügen teilzunehmen. Eine Voranmeldung ist dringend erforderlich.
Kontakt:  Helmut Fabian, Tel. 0049 151 201 23968

27. Mai 2019
Aventinus Gymnasium, Klassenfahrt nach Fumel vom 24. April bis 07. Mai 2019
31 Aventiner in Fumel!
Wie alle zwei Jahre fuhren 31 Schüler – 27 Mädchen und 4 Buben – sowie zwei Lehrer des Aventinus-Gymnasiums am 24. April für 14 Tage mit dem Bus nach Frankreich in die Partnerstadt Fumel. Auf der Hinreise besuchte die Gruppe einige touristische Höhepunkte Frankreichs, wie z.B. den Pont du Gard, ein römischer Aquädukt bei Avignon, der auch auf dem 5€-Schein abgebildet ist, das Théâtre antique in Orange, den Papstpalast in Avignon und Les Baux-de-Provence, eine mittelalterliche Burgruine und einer der schönsten Orte Frankreichs. Die Wochenenden standen im Zeichen der Eingewöhnung in die französische Gastfamilie. Im Laufe der Woche nahmen sie an einigen Unterrichtsstunden teil und besuchten mit ihren Austauschpartnern Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel das 2017 eröffnete Museum der prähistorischen Höhle von Lascaux bei Montignac, das Château de Bonaguil – gewissermaßen das Wahrzeichen von Fumel, die hübsche Bastide Montpazier und die Dune du Pilat bei Arcachon am Atlantik, mit gut 100 Metern die höchste Düne der Welt, wo einige Mutige auch im Atlantik badeten. Außerdem wurden die Schüler in der Mairie – dem Rathaus! –  freundlich empfangen. Am 7. Mai kamen sie nach staureicher Fahrt mit vielen Erinnerungen an Frankreich im Gepäck und um viele Erfahrungen reicher wieder in Burghausen an. Wie jedes Jahr wurde die Schülerreise vom Burghauser Städtepartnerschaftsverein und vom Deutsch-Französischen Jugendwerk großzügig unterstützt.


AVG Schüler mit Austauschpartnern vor der Marie de Fumel

Bericht: AVG Sarah Lipp (9c), Carla Manger (10a)
Foto:  Helmut Fabian
(Weitere Fotos siehe Rubrik Fumel / Bilder)

01. Okt. 2018

Bonjour Fumel, bonjour nos amis! (31.08. – 09.09.2018)
36 Mitglieder des Städtepartnerschaftsvereins Burghausen auf großer Frankreich-Fahrt

BURGHAUSEN. Wer hat einen Reiseleiter, Busfahrer, Leiter einer Arbeitsgemeinschaft und Stadtrat? Natürlich der Städtepartnerschaftsverein Burghausen mit Helmut Fabian, der alle diese Funktionen innehat und auf äußerst kompetente, engagierte und mit immer guter Laune ausübt. So hatte er in seiner Funktion als Leiter der Arbeitsgruppe Fumel heuer eine Reiseroute geplant, die auf der Hinreise mit drei (!) Übernachtungen nach Fumel führte.

Am Freitag, 31. August, ging es noch ziemlich verschlafen um 3.30 Uhr beim Betriebsgelände Brodschelm los, natürlich mit unserem „Burghausen“-Bus, der auf der Reise des Öfteren bestaunt wurde. Die erste Station unserer „Lehrfahrt“ war Speyer mit kurzem Besichtigungsspaziergang, danach zügige Weiterfahrt nach Verdun zum Fort Douaumont. Hier erhielt die Gruppe bei einer Führung anschauliche Informationen über die Grauen der damaligen Zeit – genau vor 100 Jahren. Kein Mensch wünscht sich heute mehr dieses Grauen und diese Unsinnigkeit eines Krieges. Danach wurde das Beinhaus – allerdings nur von außen – besichtigt.

In Reims wartete schon ein reichliches Abendessen mit dem ersten Schluck französischem Wein und es wurde nur eine kurze Schlafpause eingelegt, denn am nächsten Morgen stand schon früh eine Führung im Dom auf der Tagesordnung. Danach wartete schon der Bus zur Weiterfahrt nach Compiegne. Hier wurde der Salonwagen von Marschall Foch besucht. Erwartungsvoll schaute am Ende des zweiten Tages jeder aus dem Busfenster, denn in der Abendsonne erschien in der Ferne die Silhouette von Mont-Saint-Michel. Mont-Saint-Michel, eine der touristischen Sehenswürdigkeiten in Frankreich, ist ein bei Flut von Wasser umgebenen Fels mit Städtchen und Klosterruine. Bei Ebbe zieht sich das Wasser so weit zurück, dass man den Felsen zu Fuß erreichen könnte. Nach der Übernachtung im Hotel Gabriel brachte der Shuttlebus die Teilnehmer zum Fuß des Felsens, wo bereits die Führerin wartete. Früh am Morgen waren außer den Burghausern kaum Touristen da, was eine Führung durch die engen Gassen äußerst angenehm machte. Trotzdem war auf den vielen Treppenstufen der ein oder andere Schnaufer zu hören. Nach der Führung konnte sich jeder selbständig die Klosterruine ansehen. Mittags führte die Fahrt durch eine wunderschöne Landschaft bis in das direkt am Meer gelegene Städtchen La Rochelle. Hier machten sich nach dem Abendessen noch einige Unermüdliche auf Besichtigungstour, als sich die Anderen bereits müde in die Betten begaben.

Die Reiseroute führte dann weiter nach Arcachon, wo die Düne von Pilat besucht und bestiegen wurde. Einige Mutige sind auf der Rückseite der Düne abgestiegen und haben ein erfrischendes Bad im Meer genossen. Nach einem gemeinsamen „Pique Nique“ ging es zum Ziel der Reise, nach Fumel. Dort wurden wir bereits freudig von den vielen Freunden und Bekannten, aber auch von einigen Bürgermeistern der Städte der Agglomeration begrüßt. Die Unterbringung erfolgte im Centre d’Accueille und nach einem ausgedehnten Abendessen freute man sich auf gemeinsame Tage.

Alle, die es noch nicht kannten, bestiegen am nächsten Vormittag das Chateau Bonaguil. Die Burgruine in der Umgebung von Fumel ist in den letzten Jahren hergerichtete worden und gibt nun einen interessanten Einblick in das Leben und Arbeiten im Mittelalter. Nach dem Mittagessen machte man sich auf zur ersten Weinprobe bei Familie Soturac. Rot, rosé oder weiß, alle Weinsorten wurden probiert und beurteilt. Bei Ausflügen zu den hübschen Städtchen Nérac, Condom und Larresingle und der Besichtigung einer Armagnac Destillation verging fast der ganze Tag und nach kurzer Erholungspause ging es zum Abendessen in eins der von Martine Longuet bestens ausgesuchten Lokale in der Umgebung. Auf den Donnerstag freuten sich besonders die Frauen, denn der Markt von Libos war in der Vergangenheit immer ein Highlight. Heuer fiel er allerdings etwas kleiner aus, aber das ein oder andere Mitbringsel oder eine Spezialität der Region wurde erstanden. Nach dem mittäglichen Picknick wurde nach Cahors angestrebt. Dort wartete bereits die kleine Bimmelbahn für eine Stadtrundfahrt durch die Altstadt von Cahors, die zurzeit an allen Ecken und Enden hergerichtet und renoviert wird. Doch das Städtchen ist es wert, noch einmal besucht zu werden, um auf eigene Faust die Schönheiten zu „erlaufen“. Bei der Heimkehr warteten bereits ein geschmückter Vorhof und eine Band bei der Probe, denn abends stand bereits der Abschiedsabend an. Mit einem herrlichen Abendessen, mit Musik und Tanz wurden alte Freundschaften erneuert und neue Freundschaften geknüpft. Das Versprechen der Fumeler, im nächsten Jahr nach Burghausen zukommen, wurde freudig vernommen und bis lange nach Mitternacht hörten Schlafwillige noch leise Musik und Gespräche.

Aber der Abschiedsabend wurde schon am Donnerstag durchgeführt, das heißt, dass die Gruppe noch einen weiteren Tag in Fumel verbringen durfte. Das Programm sah hier noch ein ganz besonders Zuckerl vor, das Helmut Fabian für seine Mitreisenden ausgewählt hatte: Die Besichtigung der Höhle Lascaux 4, die Kopie einer Höhle, die 1940 durch Zufall von vier Jungen gefunden wurde. Die Original-Höhle musste nach vielen Jahren geschlossen werden, um die schönen Wandmalereien nicht durch Besichtigungsgruppen und Umwelteinflüsse zu zerstören. Daher wurde die Höhle 1:1 kopiert und nachgebaut und in einem imponierenden, leicht futuristisch wirkenden Gebäude untergebracht. Die Burghauser konnten bei einer Führung durch die Französin Maria-Pia alles auf eine lockere und lustige Weise erfahren. Am Nachmittag gab es noch einen Abstecher nach Salat/Dordogne, eine alte Stadt im Stil der damaligen Zeit mit einer schönen Kirche.

Gegen Abend wurden die Burghauser von den Bürgermeistern und einigen Stadträten zu einem Aperitif ins Schloss von Fumel eingeladen. In dem Schloss befindet sich jetzt das Rathaus, das eine wunderschöne Terrasse mit Blick auf Fumel und die Umgebung hat. Hier wurden die Gastgeschenke ausgetauscht, Helmut Fabian überbrachte die Grüße unserer Bürgermeister und stellte die Stadträte in der deutschen Delegation, Dagmar Wasserrab, Gerfried Schmidt-Thrö und sich selbst vor. Der eine oder andere Bürgermeister oder Stadtrat überlegte, eventuell im kommenden Jahr mit nach Burghausen zu kommen. Sie würden hier herzlich empfangen!
Die Abreise naht: Noch einmal stehen einige Fumeler zur Verabschiedung im Innenhof von Centre D’Accueille und erst nach vielen Umarmungen, vielen Baisons links und rechts konnte die Heimreise angetreten werden. Durch das Zentralmassiv wurde zügig, nur mit kleinen Pausen, bis nach Besancon durchgefahren. Ein letztes französisches Essen, ein letztes Glas französischen Wein und bei Musik vom nahegelegenen Park war das Einschlafen ganz leicht. Über Freiburg, Stuttgart und München brachte Busfahrer Franz alle heil und sicher nach Burghausen.

4.460 Kilometer in 10 Tagen – das ist fast schon rekordverdächtig. Es wurde viel gesehen, es wurde viel gelernt, es war eine tolle Gemeinschaft in der Gruppe, Franz war ein super Busfahrer und Helmut war ein super Busfahrer, Reiseleiter und Chef der AG Fumel!

Bericht            Dagmar Wasserrab
Foto                SPV

25. Sep. 2018  /  27. Aug. 2018

Praktikantin Fanny Rigal verabschiedet
Junge Französin schnuppert 8 Wochen Burghauser Arbeitsluft

Mademoiselle Fanny Rigal, 20 Jahre jung, aus Fumel verbrachte arbeitsreiche Wochen in Burghausen. Unter anderem machte die junge Französin ein Praktikum im Jugendbüro der Stadt Burghausen sowie in der Burghauser Stadtbibliothek und der Touristik GmbH am Stadtplatz. Sie studiert in Limoges Deutsch, Englisch und Italienisch. Studienaufenthalte führte sie schon in die USA, nach Schottland und Italien. Für Fanny Rigal ist Burghausen jedoch kein Neuland, sie war bereits 2009 und 2011 als Austauschschülerin in Burghausen.

Der Grund für das Praktikum in Burghausen war nach Fannys Aussage die Vertiefung der Deutschen Sprache. Bürgermeister Costes von Fumel und die Referentin der unserer französischen Partnerstadt Fumel, Martine Longuet, baten Helmut Fabian, Leiter der AG Fumel des Städtepartnerschaftsvereins, im Mai um Vermittlung einer Praktikantenstelle in der Salzachstadt.

Während ihres achtwöchigen Aufenthalts in Burghausen wohnte Fanny bei Helmut Fabian und seiner Gattin. Mit dem Ehepaar Fabian hat Fanny auch diverse Ausflüge ins Wackerbad, Radltouren ins Umland und Touren in die Berchtesgadener Berge unternommen. Außerdem besuchte Fanny die „nahen“ Städte München und Salzburg. Ebenso war sie bei Feierlichkeiten des Partnerschaftsvereins anwesend.

Fanny Rigal bedankte sich persönlich bei Erstem Bürgermeister Hans Steindl für die tollen Praktikumsstellen und die vielschichten Erfahrungen, die sie in Burghausen sammeln durfte. Als kleines Andenken überreichte ihr das Stadtoberhaupt noch einen Waldrapp aus Glas, eines der vielen einmaligen Wahrzeichen Burghausens.

v.l. Erster Bürgermeister Hans Steindl, Fanny Rigal, Helmut Fabian, Leiter der AG Fumel im Städtepartnerschaftverein

Bericht und Foto         Alexandra Königseder