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26. September 2020

Nach 1848 Kilometern und einem Felgenbruch gesund in der Partnerstadt Burghausen angekommen.
Ciro Pace, der sympathische 35jährige Junggeselle aus Sulmona, kam am vergangenen Sonntagnachmittag nach genau 1848 Kilometer und 17 Reisetagen auf seinem Rad bei strahlendem Sonnenschein in Burghausen an. Nur der Bruch einer Felge in Mailand hat in etwas aufgehalten.
Bereits in Mühldorf wurde er von den Burghauser Sportradfahrern Severino Cenghialta und Ernst Diessner erwartet. Nach einer kleinen Stärkung am dortigen Stadtplatz eskortierten Sie den Gast aus der italienischen Partnerstadt nach Burghausen und machten gleich noch eine Stadtrundfahrt mit den Rädern.
Beim gemeinsamen und ausgezeichneten Abendessen im  Waldgasthaus Naturfreunde genoss er die überwältigend schöne Aussicht auf die Kulisse des nächtlich beleuchteten Burghausens.
Am Montag konnte er unter der Führung seiner beiden Radfreunde und Frau Dr. Ute Schreyer die Stadt Burghausen, das Papsthaus in Marktl und Altötting besichtigen.
Ciro Pace, der auch die tolle salzachseitige Stadtansicht von der Terrasse des Cafes Ployer und vom österreichischen Aussichtspunkt aus bewunderte, war überwältigt von der Schönheit der Stadt und der Freundlichkeit der Bewohner.
Auf die Frage, wie ihm Burghausen den gefalle meinte er: Ich war in Sankt Petersburg. Das ist eine Mischung zwischen Rom und Venedig und wunderschön. Burghausen ist zwar viel kleiner aber viel schöner als die russische Zarenstadt weil es authentischer und viel atmosphärischer ist. Die Lage an der Salzach und die tolle Burganlage mit dem wunderschönen Stadtplatz ist unvergleichlich. Ich habe mich sofort heimisch und aufgenommen gefühlt.“
Beim offiziellen Begrüßungsabend im Hotel Bayerischer Hof wurde Ciro Pace offiziell von Herrn Ersten Bürgermeister Florian Schneider begrüßt. Der Bürgermeister überreichte einen Bildband der Stadt Burghausen als Begrüßungsgeschenk. Der überglückliche Ciro Pace bedankte sich mit einem Wimpel der Stadt Sulmona.
Frau Dr. Ute Schreyer, eine profunde Salzburgkennerin und ihr Lebensgefährte Helmut nahmen sich einen ganzen Tag Zeit und führten Ciro durch Salzburg. Sie zeigten ihm alle touristischen Highlights der Stadt. Dabei durfte natürlich der Hangar sieben nicht fehlen. Auch die Tittmoninger Burg stand auf dem Besichtigungsprogramm.
Der überglückliche Ciro, der eigentlich schon am Mittwoch wieder Richtung Sulmona abreisen wollte ist so begeistert von Burghausen, dass er bis Freitag verlängert hat.
Am Dienstag hatte er am Vormittag  keine Begleitung und so nutzt er die Zeit um mit dem Rad schnell nach Braunau zu fahren. Nachdem er am Vortag den Geburtsort von Papst Benedikt besichtigt hatte wollte er nun in Braunau das Geburtshaus des Naziführers besichtigen. Er war der Meinung, dass es dort eine Mahnstätte oder ähnliches gibt. Ciro, der außer italienisch nur ein paar Brocken Englisch spricht, kehrte unverrichteter Dinge nach Burghausen zurück. Er meinte: „Ich habe drei Menschen um den Weg gefragt aber nichts verstanden. Ich hatte aber das Gefühl, dass sie mich fortgejagt hatten. Ich bin völlig unpolitisch. Mich hat nur fasziniert, dass Himmel und Hölle nur 15 Kilometer Abstand voneinander haben.
Ciro, der außer der Reise nach Sankt Petersburg schon 3000 km mit dem Fahrrad zum und auf dem Jakobsweg zurückgelegt hat, bezeichnetet sein ganzes Leben als Reise und er habe auch diese Reise nicht fertig geplant, sondern er lasse sich vom und im Leben treiben um alle positiven Elemente aufzusaugen und weiter zu geben. Er dokumentiert seine Etappen und Erlebnisse, die er täglich auf Facebook dokumentiert. Er hat zahlreiche Follower.
„Ich möchte den jungen Leuten in Italien und überall da wo ich bin, zeigen, dass es nicht viel braucht um ferne Länder und tolle Städte zu sehen, dass es bessere Ziele gibt als Alkohol, Drogen und Müßiggang. Mir ist es wichtig, dass es Partnerschaften zwischen den Völkern gibt um Vorurteile abzubauen und neue Freundschaften und Erkenntnisse. Darum wollte ich unbedingt mit dem Rad hierher fahren, auch um für diese Partnerschaft zu werben. Ich möchte auch meinen Dank an Borgo San Panfilo mit meinem Capitano Paolo Alessandroni, der Giostra di Sulmona und dem Verein Herzogstadt Burghausen aussprechen, die den Samen für diese tolle Partnerschaft gelegt haben.“
Ciro Pace bedankt sich herzlich bei allen Burghauserinnen und Burghausern für die Gastfreundschaft und vor allem die Freundlichkeit mit der er überall empfangen wird.

Seine Reise hat in Italien landesweit ein großes Echo ausgelöst und irgendwie hat auch der italienische Generalkonsul in München Enrico de Agostini davon erfahren und möchte Ciro Pace kennenlernen und hat ihn deshalb nach München eingeladen, wo er ihn am Montagvormittag empfangen wird.

Auch die Burghauser Radfahrer haben nach der Bekanntschaft mit Ciro wieder Lust bekommen, nach Sulmona zu einem Trainingslager aufzubrechen, zu dem sie schon lange von Fernando Ranalli, dem Provinzvorsitzenden des italienischen Radsportverbandes eingeladen sind.
Mit der zugesicherten finanziellen und organisatorischen Unterstützung durch den Städtepartnerschaftsverein möchten Severino Cenghialta und Ernst Diessner mit ein paar Freunden im Herbst nächsten Jahres zum Trainingslager nach Sulmona fahren, sofern die Coronalage das zulässt.
Mit einem gemeinsamen Mittagessen aller Betreuer wird Ciro Pace heute Mittag verabschiedet. Er hat für seine Rückfahrt überhaupt noch nichts geplant. Er meint: „Mal sehen was kommt. Irgendwas wird sich schon ergeben. Jetzt fahre ich erst Mal nach München und dann vermutlich mit dem Zug nach Sulmona zurück.“
Egal wie er zurückfahrt, unsere besten Wünsche werden ihn begleiten und versprochen – wir werden uns wiedersehen.

vl:  Ciro Pace, 1. Bürgermeister Florian Schneider 
vl:         Ciro Pace,  Severino Cenghialta, Ernst Diessner
Fotos   Horst Hauf
Weitere Fotos unter Rubrik Bilder

Für die Arbeitsgruppe Sulmona
Horst Hauf
24.09.2020

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26. September 2020

Solidaritätsradtour von Sulmona nach Burghausen

Ciro Pace, Mitglied der Sportradgruppe aus Sulmona, fährt mit dem Fahrrad von Sulmona nach Burghausen  

Ciro  Pace, der in der Nachbargemeinde von Sulmona in Pratola Peligna wohnt, ist Mitglied der -Sportradfahrer von Sulmona,  hatte einem verstorbenen Freund versprochen, einmal mit dem Rad von Sulmona nach Burghausen zu fahren.
Dieses Versprechen löst er nun ein und ist am Freitag, 04.09. in Sulmona  gestartet. Am Donnerstag 03.09. wurde er nach einer Andacht in der Kathedrale San Panfilo vom Provinzvorsitzenden des italienischen Radsportverbandes Fernando Ranalli und der Bürgermeisterin von Pratola Antonella di Nino verabschiedet. (siehe Foto)

Die Fahrtstrecke führt ihn von Sulmona über Fano, Mailand, Bellinzona, Sankt Gotthard Pass, Interlaken, Vaduz, Lindau, Füssen, München nach Burghausen

Ciro Pace ist in Burghausen kein Unbekannter. Mehrfach war er im Rahmen des Burgfestes als Fahnenträger der Gruppe San Panfilo zu Gast in der Herzogstadt. Deshalb freut es den“Capitano“ von Borgo San Panfilo und Partnerschaftsbeauftragten der Stadt Sulmona, Paolo Alessandroni besonders, dass Ciro Pace die Fahrradtour in seine Partnerstadt unternimmt.

vr: Bürgermeisterin Pratola Antonella di Nino, Ciro  Pace, Fernando Ranalli
Foto: privat

Für die Arbeitsgruppe Sulmona
Horst Hauf
09.09.2020

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29. August 2019
Artikel im Burghauser Anzeiger / PNP vom 28. August 2019

Auf Basis einer Männerfreundschaft
Die vier Partnerstädte von Burghausen: Heute Sulmona in Italien

Burghausen. „Ohne das große Engagement von Horst Hauf wäre diese Partnerschaft nie zustande gekommen“, meinte Bürgermeister Hans Steindl 2016, als das zehnjährige Bestehen der offiziellen Verbindung zwischen Burghausen und Sulmona gefeiert wurde. Der Gelobte wiederum gibt dieses Kompliment an seine Freunde in der süditalienischen Stadt weiter: „So etwas funktioniert nur, wenn du Menschen hast, die sich vor Ort dafür einsetzen. Das sind vor allem Paolo Alessandroni, Alessandro Scela sowie der Künstler Nunzio di Placido und seine Frau Maria.“

Wer diese vier schon einmal gemeinsam erlebt hat, der weiß um die Herzlichkeit des Miteinanders. Alles begann im Jahre 2000. „Damals entwickelte Sulmona gerade die erste europäische Giostra. Über diese sollten der Tourismus und europäische Freundschaften gefördert werden“, erzählt Horst Hauf, der damals noch Vizedom der Herzogstadt war, von dem historischen Reiterfest in der italienischen Stadt. In der Burghauser Herzogstadt existierte damals eine historische Tanzgruppe und Tanzlehrer Michael Lutz  unterhielt Kontakte in die italienische 25-000-Einwohner-Stadt. Die Giostra-Organisatoren luden deshalb die Burghauser Herzogstadt ein. „Wir fuhren mit einer großen Abordnung dorthin und haben dieses Turnier dank unseres tollen Reiters auch gleich gewonnen“, erinnert sich Horst Hauf.

Burghausen wurde Borgo San Panfilo, einem der sieben historischen Vereine der Heimatstadt des lateinischen Dichters Ovid, zugeteilt. Dort schwang Paolo Alessandroni als Capitano das Zepter. Die beiden Leiter der historischen Vereine  freundeten sich schnell an. „Ich war oft bis zu zehnmal im Jahr  in Italien. Schnell haben wir festgestellt, dass wir diese Verbindung auf eine andere Ebene bringen mussten. So entwickelte sich die Partnerschaft, die 2006 beschlossen wurde“, führt der Referent des Partnerschaftsvereins aus.

Der Städtepartner-Vertrag gründet sich auf mehrere Eckpunkte. Der kulturelle Austausch fand über verschiedene Vereine statt, die Sulmona bereits besucht haben. Maler Nunzio di Placido gestaltete kurze Zeit später eine kleine Kapelle am Bergerhof und organisierte vier Ausstellungen in der Salzachstadt. Die letzte wurde anlässlich des 2000. Todestages von Ovid vor zwei Jahren präsentiert. Zwischenzeitlich versuchte die Herzogstadt, auch eine Giostra während der Sonnwendfeier zu installieren, was aber letztendlich zu aufwändig war.

Ziel einer Partnerschaft ist es, Verbindungen von jungen Menschen zu fördern. Dr. Ute Schreyer, die früher am Kumax tätig war, hatte den im Vertrag definierten Schüleraustausch ins Leben gerufen – Raphaela Cavazzutti hat diese Aufgabe mittlerweile übernommen. Die Herzogstadt fährt zur Giostra nach Italien. Der italienische Gegenbesuch zum Burgfest wird von Burghausen mitfinanziert. „Auch Bischof Angelo Spina setzte sich für die Partnerschaft ein und war schon bei uns. Da er nun Erzbischof von Ancona ist, will sein Nachfolger diese Verbindung weiter unterstützen“, sagt Hauf.

2009 wurde die Region um Sulmona von einem Erdbeben heimgesucht. Die bayerische Partnerstadt schickte Spendengelder in die Abruzzen. 2017 folgten schwere Waldbrände. Die einst blühende Handelsstadt ist heute zudem von hoher Jugendarbeitslosigkeit gezeichnet. Einige große Arbeitgeber brachen ihre Zelte ab. „Die Menschen gehen nach Norditalien, um dort zu arbeiten. Wir versuchen auch, Jobs bei uns zu vermitteln. Leider können die Wenigsten Deutsch. Mit Englisch geht es zunächst auch“, so Hauf. Sulmona hätte großes touristisches Potenzial, findet der Partnerschaftsreferent: Bergwandern, Skifahren, eine Stunde bis zum Meer und tolle Ausflüge in die herrliche Abruzzenregion böten eine große Vielfalt, die aber leider nicht gut genug vermarktet wird.

„Interessant ist, dass viele USA- und Kanada-Auswanderer wieder zurückkommen. Sie bringen Geld mit, restaurieren die schönen alten Häuser und fördern Vereine“, berichtet Horst Hauf. Vereine wie die sieben historischen der Giostra vermitteln den jungen Menschen wichtigen Zusammenhalt.

Die Partnerstadt Burghausen unterstützt auf vielfältige Weise. So wurde auch die Statue von Papst Benedikt, die 2016 zur Erinnerung an dessen Besuch aufgestellt wurde, zu einem Drittel von Burghausen finanziert. In Sulmona weilten mit Coelestin V. (1210 – 1296) und Benedikt XVI. die einzigen beiden Päpste der Geschichte, die zurückgetreten sind.

Sie sind die Triebfedern: Nuncio di Placido (v.l.), Horst Hauf und Paolo Alessandroni sowie Hams Steind, hier beim Empfang 2016 zu zehn Jahren Partnerschaft.


Die Statue zeigt Sulmonas berühmtesten Sohn: Der Lteinische Dichter Ovid lebte von 43 vor bis ca. 17 nach Christus und verfasste u.a. die „Methamorphosen“.

 Bericht und Fotos:     Ulli Kaiser /  PNP

19. Juni 2019

Wichtiger Baustein für die Städtepartnerschaft
Kinder in Sulmona profitieren von 3000-Euro-Spende aus Burghausen – Reise des Partnerschaftsvereins (Sa. 01.06. bis So. 09.06.2019)
Burghausen. Kulturell, gesellschaftlich, sportlich und kulinarisch ein Schmankerl war, wie schon vor vier Jahren, die neuntägige Bürgerfahrt in die mittelitalienische Partnerstadt Sulmona. Die 46 Teilnehmer fühlten sich von den Sulmonesen herzlich aufgenommen, aber auch vom Veranstalter-Team mit Horst Hauf an der Spitze bestens umsorgt. Große Freude im Rathaus löste die Übergabe eines Schecks für Einrichtungen aus, von denen Kinder und Jugendliche profitieren: „Denn sie sind die Protagonisten der Zukunft“, stellte Domenica Pagano, Leiterin dieser Einrichtungen in ihrer sehr emotionalen Dankesrede heraus. Mit der 3000-Euro-Spende, die mit einer Malaktion von Burghauser Kindern über ihre Heimatstadt erzielt worden war und vom 1. Bürgermeister aufgerundet worden ist, wisse man in Sulmona viel anzufangen. Zumal die staat­lichen Mittel sehr begrenzt seien, so die Pädagogin. Im mittelalterli­chen Sitzungssaal des Rathauses hatte Annamaria Casini, die Bürgermeisterin von Sulmona, zuvor die Reisegruppe empfangen. Sie kündigte ihren Besuch in Burg-hausen an, den sie zusammen mit dem neuen Erzbischof antreten werde, um die Partnerstadt und auch deren „geschichtsträchtigen Bürgermeister“ noch in dessen Amtszeit kennenzulernen.
Alle Reiseteilnehmer erhielten aus den Händen der historisch gekleideten Mädchen Eleonore und Angelika zum Zeichen der gegenseitigen Freundschaft und Wert­schätzung eine Blume. Diese Blumen heißen „Confetti“ und sind eine kunstvoll aus mit Zucker überzogenen Mandeln gefertigte, typische Sulmoneser Spezialität. Horst Hauf als Leiter des Partnerschaftsvereins überbrachte die Grüße von Bürgermeister Hans Steindl und überreichte der Bür­germeisterin den nagelneuen Bildband über Burghausen. Im Gegenzug erhielt er einen dicken Band, der zum 2000. Todestag über Ovid, den großen Sohn der Stadt Sulmona, erschienen war.

In den neun Tagen des Aufenthalts in Sulmona erlebten die Teilnehmer, die größtenteils schon zum festen Stamm gehörten, viele kulturelle und kulinarische Höhepunkte, vor allem aber auch sehr schöne Begegnungen mit den Freunden aus Burghausens Partnerstadt. So folgte nach einer Füh­rung durch die vom Heiligen Be­nedikt im 6. Jahrhundert gegründete Abtei Montecassino, die nach mehreren Erdbeben und durch ein Bombardement der Alliierten fast völlig zerstört und wiederaufgebaut wurde, und des deutschen Soldatenfriedhofs ein Picknick in einem herrlichen Naturreservat. Unter schattigen Bäumen und am Ufer eines Gebirgs­baches luden die italienischen Gastgeber unter dem umsichtigen Organisator und Vorsitzendem des historischen Vereins Sulmona, Paolo Alessandroni, zur Verkostung der typischen Sulmoneser Spezialitäten ein.

Die historischen Schätze Sulmonas, etwa die uralte Kathedrale San Panfilo mit romanischer Apsis und Krypta, Fresken aus dem 15. Jahrhundert, dem wunderba­ren Annunziata-Palast und weitere Pallazzi mit ihren eindrucksvollen Fassaden, den markanten Brunnen und das mittelalterliche Aquädukt als Wahrzeichen Sulmonas brachte Raphaela Cavazzuti der Reisegruppe nahe. Einige wenige aus der Reisegruppe begleitete sie als „wandelndes Geschichtsbuch“ sogar bei einem Tagesausflug nach Rom.

Erholung und Spaß waren an den Tagen am Strand di Silvi/Pi-neto, einem der saubersten Strände der Adria, angesagt. Nach einem Rundgang durch das malerische Fischerdorf Silvi Alta, von dem aus man einen grandiosen Blick über die Adria genießen konnte, konnte man sich in die noch etwas frischen Fluten stürzen. Eine Mordsgaudi gab es für die Teilnehmer des Boccia-Turniers, bei dem zwölf Teams mitmachten und das unter der erfahrenen Leitung Heini Eimannsbergers stattfand. Als Sieger gingen Isolde Mayer aus Garching/Alz und Walter Obermaier aus Altötting hervor.

Ein letzter kultureller Höhepunkt tat sich mit dem Besuch des malerisch gelegenen Städtchens Capestrano mit seiner mächtigen mittelalterlichen Burg auf, der kulinarische folgte am letzten Abend in Sulmona mit dem Besuch des Ristorante „San Filippo 63“ am Hauptplatz von Sulmona. Alberto, der Sohn des in Burghausen bereits bekannten Malers Nunzio Placido und seiner deutschstämmigen Frau Maria, tischte für die Abruzzen typische Köstlichkeiten wie schwarze Trüffel auf Rührei und Crostini auf.

Sowohl die Hin- als auch die Rückfahrt wurden jeweils an zwei Tagen mit Aufent­halten in Bologna und in Loreto, der Partnerstadt Altöttings, durchgeführt.

Rührend umsorgte das Sulmona-Team des Partnerschaftsvereins mit Irene Blaha, dem Weihei (Heini Eimannsberger), dem Wuhei (Heini Peterwinkler) und dem Semme-Sepp (Sepp Niedermeier) die Mitfahrer. „Sowas von einem Rundum-Service habe ich noch nie erlebt“, meinte einer der neuen Reiseteilnehmer.

Ausgerechnet Horst Hauf, den umsichtigen Organisator und Reiseleiter, der mit allerhand Wissenswertem über Land und Leute auf den langen Fahrten für Kurzweil sorgte, erwischte es am Ende der Reise mit einer schweren Erkältung und er musste für weitere fünf Tage das Hotelbett hüten. Erst am vergangenen Donnerstag (13. Juni) konnten er und seine Frau Birgit die Heimreise antreten.
Confetti- Blumen aus glasierten Mandeln, mit dem Namenszug der Partnerstädte überreichten Eleonora und Angelika in Sulmona den Besuchern aus Burghausen.


Einen großen Scheck übergab Horst Hauf (2. v. r.), Leiter der AG Städte­partnerschaft Sulmona, an Kindergartenleiterin Domenica Pagano (2. v. l.) im Beisein von Paolo Alessandroni (l.) vom Ritterverein Borgo San Panfilo. Mit dieser Finanzspritze wird der Kindergarten „Istituto Comprensivo Pan-filo Serafini Lola di Stefano“ in Sulmona unterstützt. Auch Bürgermeisterin Annamaria Casini (r.) bedankte sich.

Die weltberühmte Abtei Montecassino, die im 6. Jahrhundert vom Hei­ligen Benedikt gestiftet wurde und von der Gruppe besucht wurde.


Eine große Reisegruppe, immerhin 46 Teilnehmer, reiste diesmal in Burg-hausens Partnerstadt nach Italien

Bericht und Fotos:    Vogl-Reichenspurner
Weitere Aufnahmen siehe Rubrik Bilder

15. Mai 2019

Mit Kinderbildern großzügige Spende für Partnerstadt gesammelt

Burghausen. Fast 90 Vorschulkinder aus den Burghauser Kindergärten legten sich kreativ ins Zeug und malten 129 Bilder, die im März unter dem Motto „Burghausen aus Kinderaugen betrachtet“ in der Rathausgalerie ausgestellt und anschließend verkauft wurden. Eine Spende von über 2.500 Euro kam durch diese Aktion zusammen, die von Bürgermeister Hans Steindl auf 3.000 Euro aufgestockt wurde. Mit dem Verlaufserlös der Bilder wird der Kindergarten „Istituto Comprensivo Panfilo Serafini Lola di Stefano“ in Sulmona unterstützt. Die Partnerstadt Burghausens hat finanziell immer noch mit den Folgen des Erdbebens von 2009 zu kämpfen.
„Es fehlt Geld an allen Ecken und Enden“, so Partnerschaftsreferent Horst Hauf. Familienreferentin Doris Graf berichtete, dass man den Burghauser Kindern den Zweck der Aktion gut vermitteln konnte und alle mit Begeisterung dabei waren, um helfen zu können. Erster Bürgermeister Hans Steindl lobte die tolle Aktion und die Solidarität, die so als Zeichen aus Burghausen an die Partnerstadt vermittelt wird – auch im Sinne des europäischen und städtepartnerschaftlichen Gedankens. Das Stadtoberhaupt übergab die Spende an Horst Hauf, den Leiter der AG Städtepartnerschaft Sulmona. „Mir ist es ganz wichtig, dass die Spende nicht in der Verwaltung landet, sondern direkt im Kindergarten ankommt, um dort für ganz praktische, notwendige Dinge verwendet zu werden, wie Spielzeug oder Einrichtung“, so Hauf. Zusammen mit dem Verein wird er die Spende persönlich bei der Bürgerfahrt Anfang Juni übergeben.

Freuen sich über die Spende, die für einen Kindergarten in Sulmona zusammengekommen ist

(vl.): Bartl Lehrhuber, 1. Vorsitzender des Städtepartnerschaftsvereins Burghausen, Horst Hauf, Vorsitzender der AG Sulmona, Erster Bürgermeister Hans Steindl, Christine Auberger vom Haus der Familie und Doris Graf, Familienreferentin der Stadt Burghausen.
( siehe auch Rubrik Sulmona – Bilder )

Bericht und Foto:
Obele / Stadt Burghausen