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22.06. – 25.06.2023

Um 06:30 Uhr am 22. Juni 2023 brachen 41 Bürger zur Busreise  in die sächsische Partnerstadt Hohenstein-Ernstthal auf. Diese Fahrt wurde bestens betreut von der 2. Vorsitzenden des SPV Barbara Hertlein und dem stellvertretenden Leiter der Arbeitsgruppe Hohenstein-Ernstthal Fred Starflinger.
In Bogenberg, mit einem herrliche Blick auf die Donau, wurge gefrühstückt. Weiter führte die Fahrt nach Mödlareuth. Mödlareuth, das kleine Dorf am Grenzverlauf zwischen Thüringen und Bayern, ereilte nach dem Krieg das gleiche Schicksal wie Berlin. Die kleine Dorfgemeinde mit ihren Familien und ihren Anwesen trennte die nahezu unüberwindbare Mauer.  Die Führung durch das informative Freilicht-Museum und die örtlich gestaffelten und noch im Original erhaltenen Anlagen / Mauer zur Grenzsicherung der damaligen DDR, vermittelten der Reisgruppe auf diesem Zwischenstopp einen nachdenklichen, bleibenden Eindruck über das menschenverachtende Sperrgebiert
Ein weiterer Stopp erfolgte an der Göltzschtal Brücke. Es ist eine mit Ziegeln gebaute Bogenbrücke mit einer Höhe von 78 m in 4 Etagen mit 98 Gewülben. Sie ist die Größte in dieser Art in Deutschland.
Am nächsten Tag erfolgte ein Empfang im Rathaus. Die Begrüßung  durch OB Lars Kluge und dem  Hauptamtsleiter Uwe Gleißberg fiel, wie immer, sehr herzlich und warm aus.
Der 1. Vorsitzende André Schraps vom Freundeskreis Geologie und Bergbau e.V. Hohenstein-Ernstthal hielt einen beindruckenden Vortrag. Mit den  Informationen über das Bergwerk „Lambertus Schacht“, über die Geologie, der Mineraladern im Boden, über die  Abbauschwierigkeiten und das Leben der Bergleute tauchten  die Burghauser kurzzeitig in einer andere Welt ein.  
Uwe Gleißberg erläuterte den Gästen bei einer Stadtrundfahrt die erfolgreichen Bestrebungen, Gewerbe treibende Unternehmen vor Ort anzusiedeln. Das Ergebnis der Maßnahmen spiegelt sich für jedermann sichtbar in den abgeschlossenen Investitionen der Stadt wieder.
Der Sachsenring ist eine international bedeutende Rennstrecke. Ein Blick aus dem VIP Raum des Kontrollturms lässt dem Besucher die sportlichen Anforderungen erahnen. Eine unter Anleitung geführte Bus Runde auf dem Sachsenring, bei strömenden Regen, konnte diesen Eindruck verstärken.   
Die Grenzstadt Bad Muskau an der Neiße bietet einen weltberühmten Park, den Fürst Pückler Park, der auf der Liste „UNESCO Weltkulturerbe“ steht.
Sein Schöpfer und Namensgeber Hermann Fürst von Pückler-Muskau legte ab 1815 ein landschaftsarchitektonisches Meisterwerk nach englischen Vorbildern an. Der Park ist wohl der schönste Landschaftspark Europas. 
Die Fahrt nach Bad Muskau führt an Dresden vorbei  durch die Oberlausitz. Zu DDR Zeiten war die Oberlausitz ein Zentrum des Braunkohletagebaues. Immer wieder tauchten an  der Straße riesige Wasserflächen auf. Es sind mittlerweile geflutete Braunkohlenabraumgebiete. Es wird aber auch noch Braunkohle geschürft. Erkennbar an zwei riesigen Kraftwerksanlagen, die wir passierten; Stromerzeugung im Jahr ca. 4.300 MW mit einem CO2 Ausstoß von ca. 30 Mio Tonnen pro Jahr (Quelle: Wikipedia). Die Oberlausitz ist ein Zentrum der Sorben. An einigen  Schulen wird in Sorbisch unterrichtet, Deutsch ist dann 2. Fremdsprache. Viele Straßendörfer prägen die Landschaften. Beschriftungen sind 2 sprachig.
Traditionell  findet am letzten Abend der Partnerschaftsabend statt. Lars Kluge, Barbara Hertlein und Fred Starflinger fanden Worte des Dankes.  Es wurde ein langer Abend.
Nach dem Besuch eines Spitzenmuseums in Plauen fanden viele Burghauser ein kulinarisches Schmankerl in einem historischen Gasthauses namens „Altes Handelshaus“. Bambes sind im Vogtland eine Art Kartoffelpuffer, serviert mit unterschiedlichen Zulagen.

So endete eine schöne Reise erfüllt mit vielen neuen Informationen und Erlebnissen.

Die Reisgruppe in Hohenstein-Ernstthal

(vr) OB Lars Kluge; Barbara Hertlein, Fred Starflinger

Bericht und Fotos     Hartmut Enders